Prof. Dr. Ralph Weber: Erwerbslosenzahlen: Rückkehr zur Normalität jetzt!

Prof. Dr. Ralph Weber: Erwerbslosenzahlen: Rückkehr zur Normalität jetzt!

Laut Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums stieg die Anzahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Vorjahr um 19,8 Prozent. Die Corona-Pandemie hat laut Angaben des Ministeriums zu einem deutlichen Anstieg der Erwerbslosen geführt. Damit liegt die Arbeitslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern aktuell bei 8,2 Prozent. Dazu erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Prof. Dr. Ralph Weber:

„Diese Entwicklung stand zu befürchten. Dass sich MV-Wirtschaftsminister Glawe, wie Ministerpräsidentin Schwesig, hinter dem Bund versteckt, offenbart die Konzeptlosigkeit der Landesregierung. Dass vor allem die für Mecklenburg-Vorpommern systemrelevante Tourismusbranche betroffen sein wird, war von Anfang an klar. Dass unser Bundesland mit den niedrigsten Einkommen bundesweit einen Arbeitslosenanstieg von fast einem Fünftel innerhalb eines Jahres zu verbuchen hat, ist mehr als bitter und ein Armutszeugnis für die Arbeits- und Wirtschaftspolitik der Landesregierung.

Die Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern sind überschaubar. Es wird Zeit, dass die Wirtschaft wieder Luft zum Atmen bekommt! Es liegt in der Hand der Landesregierung, jetzt die Rückkehr zur Normalität zu ermöglichen und unter Berücksichtigung von Hygienevorschriften viele überzogenen Corona-Maßnahmen zu lockern. Bars und Kneipen müssen bei Einhaltung des Mindestabstands wieder öffnen dürfen, genauso Gaststätten bis mindestens bis 0.00 Uhr. Gleichzeitig müssen weitere Erleichterungen und Hilfen, wie z.B. ein landeseigenes Kurzarbeitergeld für die ersten 3 Monate, rückwirkend ab dem 15. März 2020 eingeführt werden, anstatt sich auf den Bund zu verlassen. Kredite und Darlehen sind vor allem für kleinere Unternehmen lediglich eine kostspielige Überbrückung und keine echte Entlastung.“

Prof. Dr. Ralph Weber<br>Coronakrise: ‚Lockdown‘ kostet eben doch Arbeitsplätze!

Prof. Dr. Ralph Weber
Coronakrise: ‚Lockdown‘ kostet eben doch Arbeitsplätze!

Zu den neusten Arbeitslosenzahlen in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Prof. Dr. Ralph Weber:

„Vollmundig versprach Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Mitte März, dass die Coronakrise keine Arbeitsplätze kosten würde – nur ein paar Wochen später entlarvt sich diese Aussage als glatte Dummheit. Sehenden Auges manövrierte die Bundesregierung uns in die jetzige Situation. Trotz guter Epidemie-Kennzahlen wollte die Ministerpräsidentin keine nennenswerten föderalen Spielräume für Lockerungen nutzen.

Nach der umstrittenen offiziellen Zählweise haben wir nun etwa 5.300 Arbeitslose mehr als im März. Ca. 6.900 Unternehmen haben schon für ungefähr 154.000 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt und werden die Gelder wohl nachfragen. Jeder zehnte Einwohner im Land scheint bald von Kurzarbeit betroffen zu sein.

Unter Auflagen und Kontrolle hätten hierzulande Hotel- und Gastronomiebetriebe oder Dienstleister bereits vor Wochen wieder arbeiten können. Doch die Konzepte zur Weiterarbeit wurden verschlafen. Gerade Mecklenburg-Vorpommern ist vom Tourismusgewerbe abhängig wie kein zweites Bundesland. Der fünfstufige Plan zur Rückkehr zum Normalbetrieb im Tourismus wird auf Dauer keine Arbeitsplätze bringen. Richtig wäre und helfen würde allein die sofortige Öffnung unter Einhaltung von Hygienevorschriften.“